Ruhiger, glaubwürdiger Wohn- oder Gemeinschaftsraum als Symbol für Schutz, Alltag und Entwicklung in der Intensivwohngruppe für Jungen bei Jetzt Jugendhilfe
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Manche Jungen brauchen mehr als einen Platz. Sie brauchen einen Ort, der trägt.

Die Intensivwohngruppe für Jungen bietet Schutz, Alltag und verlässliche Begleitung auf Zeit. Für Jungen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können und einen Rahmen brauchen, der Sicherheit und Entwicklung wieder möglich macht.

Rund-um-die-Uhr-Begleitung
Traumapädagogisch fundiert
Alltag, der trägt

Die Intensivwohngruppe für Jungen

Wenn ein Junge nicht mehr in seiner Herkunftsfamilie leben kann, braucht es mehr als Versorgung. Es braucht einen Ort, der Halt gibt. Einen Alltag, der verlässlich ist. Menschen, die bleiben. Und einen pädagogischen Rahmen, der nicht nur reagiert, sondern Entwicklung wieder denkbar macht.

Genau das ist der Anspruch dieser Wohngruppe. Sie liegt zentrumsnah und zugleich ruhig im Siegener Stadtteil Weidenau. Hier leben bis zu sechs Jungen zusammen, die aus unterschiedlichen Gründen intensive Betreuung, Schutz und einen tragfähigen Alltag brauchen.

Kinder in gemeinsamem Spiel als Symbol für Alltag und Beziehung in der Wohngruppe

Worum es in dieser Wohngruppe geht

Diese Wohngruppe ist eine stationäre Hilfe für Jungen mit unterschiedlichen Problemlagen. Sie richtet sich an Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr in ihrer Herkunftsfamilie leben können und einen intensiven pädagogischen Rahmen brauchen.

Dabei geht es nicht darum, einfach einen Platz zu geben. Es geht darum, Schutzraum, Beziehung, Struktur und Entwicklung so zusammenzubringen, dass ein Alltag entstehen kann, der wieder trägt.

Fachlicher Rahmen

Stationäre Hilfen wie diese Wohngruppe bewegen sich im Rahmen von § 34 SGB VIII. Dort geht es um Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung über Tag und Nacht oder in einer sonstigen betreuten Wohnform. Für stationäre Einrichtungen sind außerdem die Voraussetzungen des § 45 SGB VIII relevant.

Für wen diese Wohngruppe gedacht ist

Nicht jede stationäre Hilfe passt für jede Situation. Diese Wohngruppe richtet sich an Jungen, die einen besonders verlässlichen und intensiven Rahmen brauchen.

Alter und Rahmen

Das Aufnahmealter liegt in der Regel zwischen 7 und 12 Jahren. In der Gruppe leben bis zu sechs Jungen zusammen.

Mögliche Hintergründe

Eine Aufnahme kann zum Beispiel bei Traumatisierungen, Bindungsstörungen, Beziehungsabbrüchen, sozialen Unsicherheiten, Entwicklungsverzögerungen oder psychischen und physischen Gewalterfahrungen sinnvoll werden.

Ziel der Hilfe

Ziel ist die ganzheitliche Förderung durch ein multiprofessionelles Team. Perspektivisch kann das die Rückführung in die Herkunftsfamilie sein oder die Befähigung zu einem eigenständigen, gelingenden Leben.

Was die Jungen hier bekommen

Diese Wohngruppe soll nicht nur absichern. Sie soll tragen, stabilisieren und Entwicklung möglich machen.

Schutzraum

Ein Ort, an dem Jungen zur Ruhe kommen, Sicherheit erleben und nicht ständig auf Alarm bleiben müssen.

Rund-um-die-Uhr-Betreuung

Verlässliche Begleitung über den ganzen Tag hinweg. Nicht punktuell, sondern im echten Alltag.

Psychische Stabilisierung

Maßnahmen, die dazu beitragen, innere Sicherheit, Orientierung und emotionale Stabilität wieder aufzubauen.

Soziale Integration

Begleitung dabei, Beziehungen zu erleben, Zugehörigkeit zu entwickeln und im Miteinander sicherer zu werden.

Alltag und Selbstfürsorge

Gesundheits- und Hygieneerziehung gehören genauso dazu wie eine alltagsnahe, verlässliche Struktur.

Stärken fördern

Individuelle Fähigkeiten sollen sichtbar werden. Nicht nur Probleme. Deshalb fördern wir auch im sportlichen, musischen und praktisch-handwerklichen Bereich.

Entwicklung unterstützen

Dazu gehört auch die Förderung der Grob- und Feinmotorik sowie der Blick auf ganzheitliche Entwicklung.

Was diese Wohngruppe besonders macht

Diese Wohngruppe arbeitet mit zwei klaren Schwerpunkten: Traumapädagogik und einem musisch-kreativen Ansatz. Das ist keine schöne Ergänzung. Sondern ein tragender Teil der Arbeit.

Traumapädagogik heißt hier, Jungen nicht vorschnell über Verhalten zu definieren, sondern ihre Geschichte mitzudenken. Sicherheit, Verlässlichkeit, Beziehung und ein verstehbarer Alltag sind deshalb keine Nebensachen, sondern Grundlage.

Der musisch-kreative Ansatz öffnet zusätzliche Wege. Nicht jeder Junge findet über Sprache Zugang zu dem, was in ihm arbeitet. Kreative, praktische und musische Formen können helfen, Ausdruck, Selbstwirksamkeit und Entwicklung anders möglich zu machen.

"Manche Entwicklung beginnt nicht mit einer Erklärung. Sondern mit einem Ort, an dem ein Junge sich endlich sicherer fühlt."
Naturnaher Garten als Ort für Entwicklung und Naturerfahrung
Projekt

Ein Ort, der mehr ist als Außenfläche

Zur Wohngruppe gehört auch der Gedanke, dass Entwicklung Raum braucht. Nicht nur pädagogisch, sondern ganz konkret. Ein Beispiel dafür ist das Projekt "Garten der Zukunft".

Mit Unterstützung des Deutschen Kinderhilfswerks wurde der Garten der Wohngruppe nachhaltig neugestaltet. Ziel war ein Ort, der Rückzug, Lernen, Spiel, Gestaltung und Naturerfahrung miteinander verbindet. Die Jungen konnten sich aktiv beteiligen, Hochbeete mitbauen, pflanzen, gestalten und eigene Ideen einbringen.

So wird sichtbar, was diese Wohngruppe im Kern ausmacht: Entwicklung ist hier nicht nur ein Ziel auf Papier. Sie wird im Alltag konkret.

Wie eine Aufnahme gedacht wird

Eine Aufnahme beginnt nicht mit einem leeren Platz. Sondern mit der Frage, ob dieser Rahmen fachlich und menschlich wirklich passt.

01

Bedarf klären

Gemeinsam mit Jugendamt, Familie und weiteren Beteiligten wird eingeordnet, ob die Intensivwohngruppe der passende Rahmen sein kann.

02

Situation verstehen

Nicht nur Daten und Diagnosen zählen. Sondern auch Geschichte, Belastungen, Ressourcen und die Frage, was ein Junge jetzt wirklich braucht.

03

Passung prüfen

Die Wohngruppe soll nicht einfach füllen, was frei ist. Sondern tragen, was ansteht. Deshalb wird fachlich geprüft, ob die Passung gegeben ist.

04

Ankommen ermöglichen

Wenn die Aufnahme erfolgt, geht es darum, Orientierung, Sicherheit und einen tragfähigen Alltag von Anfang an mitzudenken.

Ansprechpartner für die Intensivwohngruppe für Jungen

Wenn Sie Fragen zu dieser Wohngruppe, zu möglichen Aufnahmen oder zum passenden nächsten Schritt haben, ist Simon Terweiden der richtige Ansprechpartner.

Simon Terweiden

Geschäftsführer

0271 / 313746-120151 / 61473636 (Mobil)terweiden@jetzt-jugendhilfe.de

Jetzt Jugendhilfe gGmbH

Im Storchennest 1a

57250 Netphen

Häufige Fragen zur Intensivwohngruppe für Jungen

Sie möchten klären, ob diese Wohngruppe der passende Rahmen ist?

Wenn Sie Fragen zu Aufnahmen, zur Ausrichtung der Gruppe oder zum nächsten Schritt haben, sprechen Sie mit uns. Wir helfen dabei, Orientierung zu schaffen und Passung ehrlich zu prüfen.

Quellen und weiterführende Hinweise

Die fachlichen Einordnungen auf dieser Seite stützen sich auf aktuelle gesetzliche Grundlagen und auf die aktuellen Informationen von Jetzt Jugendhilfe zu dieser Wohngruppe.

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